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Ulrich Huber, Vorsitzender des VST-KRITIS wird den Infotag eröffnen mit einem pointierten Blick auf das, was den VST‑KRITIS in den vergangenen zwei Jahren geprägt hat: der Aufbau einer starken Stimme in Berlin, die Etablierung neuer sicherheitspolitischer Formate, die enge Zusammenarbeit mit Behörden und Bundeswehr sowie die konsequente Weiterentwicklung unserer Resilienz‑ und Sicherheitsagenda. Seine Einführung zeigt, wie der Verband Meilensteine gesetzt hat – von der Mitwirkung an bundesweiten Richtlinien bis zur Stärkung der operativen Zusammenarbeit zwischen Netzbetreibern. Ein Auftakt, der deutlich macht, warum der VST‑KRITIS heute einer der zentralen Akteure für den Schutz der Versorgungsinfrastrukturen ist.
Die sicherheitspolitische Lage verschärft sich – hybride Bedrohungen, Sabotage und geopolitische Spannungen rücken die Versorgungsnetze ins Zentrum staatlicher Schutzverantwortung. Jan Syré, politischer Sprecher des VST‑KRITIS und Ressortleiter Resilienz für Norddeutschland, zeigt, wie der Verband diese neue Realität aktiv mitgestaltet. Die Geschäftsstelle in Berlin ist heute ein etablierter Ansprechpartner für Bundesministerien, Behörden und die Bundeswehr. In gemeinsamen Formaten – auch mit Verbänden aus den Bereichen der Wasserwirtschaft und der Telekommunikation – werden Lagebilder geteilt, Anforderungen abgestimmt und die Rolle der zivilen Netze in der gesamtstaatlichen Sicherheitsvorsorge geschärft.
Die Botschaft ist klar: Resilienz wird Pflicht – und der Verband verschafft seinen Mitgliedern die politische, organisatorische und sicherheitspolitische Schlagkraft, die sie jetzt brauchen.
Wenn Hausanschlüsse stillgelegt oder zurückgebaut werden, geraten viele Netzbetreiber in eine heikle Grauzone: Die Frage, wer die Stilllegungs‑ und Rückbaukosten für Hausanschlüsse tragen muss, ist seit dem Urteil des OLG Oldenburg vom 05.12.2025 brisanter denn je. Die Richter stellten klar: Die bisherige Praxis vieler Netzbetreiber, Kosten ohne ausdrückliche Regelung an Kunden weiterzugeben, ist rechtlich nicht mehr haltbar. Damit stehen Energie‑Netzbetreiber vor der Aufgabe, ihre Prozesse neu zu ordnen – in einem Feld, das weiterhin von Unsicherheiten geprägt ist.
Ein weiterer Schwerpunkt des Vortrags liegt auf den neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen: dem KRITIS‑Dachgesetz, das Resilienz erstmals verbindlich macht, sowie den NIS‑Vorgaben, die Betreiber zu deutlich höheren Sicherheitsstandards verpflichten. Der VST‑KRITIS bringt die Perspektive der Netzbetreiber in diese Gesetzgebungsprozesse ein und sorgt dafür, dass praktische Umsetzbarkeit und Versorgungssicherheit im Mittelpunkt stehen.
Unser VST-Justiziar Markus Heinrich zeigt in seinem Vortrag, wie sich Netzbetreiber jetzt rechtssicher aufstellen, welche Spielräume bestehen, wo dringender Handlungsbedarf entsteht – und wie ein rechtssicheres Vorgehen heute aussehen kann. Ein Thema, das die Branche bewegt und tief in den operativen Alltag eingreift – und das Sie am Infotag des VST‑KRITIS nicht verpassen sollten.
Moderne KRITIS‑Sicherheit entsteht nicht mehr durch einzelne Komponenten, sondern durch eine integrierte Architektur, die Perimeter, Sensorik, Videoanalyse und Intervention nahtlos verbindet. Genau hier setzt der Vortrag von Christian Raschpichler (Bosch Building Technologies) an. Die gezeigten Bilder verdeutlichen, wie diese Systemwelt in der Praxis aussieht: Die MIC‑7100i liefert unter extremen Bedingungen stabile PTZ‑Bilder und bildet das visuelle Rückgrat einer vernetzten Sicherheitslösung. Gleichzeitig zeigt die Gefahrenabwehr‑Grafik, wie Bosch Bedrohungen bereits an der Grundstücksgrenze erkennt – von Zaun‑ und Bodensensorik über Zugangskontrolle bis hin zu Drohnendetektion und automatisierter Intervention. Entscheidend ist der Handlungspfad für Betreiber: Christian Raschpichler zeigt, wie aus Risikoanalyse, Technologie und Betriebsprozessen ein belastbares Schutzkonzept entsteht, das im Alltag funktioniert und KRITIS‑Betreibern echte operative Sicherheit gibt.
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