Wie können Unterweisungen in der Energie und Wasserwirtschaft so gestaltet werden, dass sie nicht nur formal erfüllt, sondern tatsächlich wirksam und rechtssicher sind? Diese Frage stand im Mittelpunkt des Beitrags von Mario Stötzer, Leiter Netzbetrieb der Ohra Energie GmbH und stellvertretender Vorsitzender von VST KRITIS, beim 18. „Forum Technische Führungskräfte und TSM Verantwortliche“ in Leipzig.**

Zentrale Botschaften des Vortrags:
- TSM als Organisations und Qualitätsprozess: klare Rollen, definierte Verantwortlichkeiten, strukturierte Nachweise.
- Rechtssichere Unterweisungen: tätigkeitsbezogen, adressatengerecht, dokumentiert und mit Bezug zur Gefährdungsbeurteilung.
- Digitalisierung als Chance: E Learning ist rechtssicher, wenn Identifikation, Nachweisführung und Unveränderbarkeit gewährleistet sind.
- Wirksamkeit statt Pflichttermin: moderne Unterweisungen kombinieren digitale Module, Praxisanteile und kontinuierliche Lernprozesse.
Mario Stötzer zeigte, dass das TSM weit über ein Auditverfahren hinausgeht. So werden Strukturen geschaffen, die Verantwortung, Nachvollziehbarkeit und Wirksamkeit in den Mittelpunkt stellen – und damit einen entscheidenden Beitrag zur betrieblichen und kritischen Infrastruktur Sicherheit leisten.
Besonders hervorgehoben wurde der Bezug zu den Sicherheitszielsetzungen des VST KRITIS: Sicherheit entsteht dort, wo Organisation, Technik und Verhalten zusammenwirken – und wo Unterweisungen nicht als Formalie, sondern als Führungsinstrument verstanden werden.
** Das Forum ist eine der zentralen DVGW Veranstaltungen für technische Führungskräfte und TSM Verantwortliche in der Energie- und Wasserversorgung. Es fand am 3.–4. Februar 2026 in Leipzig statt und wurde von den Landesgruppen Mitteldeutschland sowie Berlin/Brandenburg organisiert.